Die Stadtteilrunde Degerloch ist ein unabhängiger Arbeitskreis sozialer, kultureller, kirchlicher, schulischer, institutioneller und ehrenamtlicher Einrichtungen in Degerloch.
Die Initiative zur Gründung einer Stadtteilrunde in Degerloch ging Mitte 1985 vom Sozialpsychiatrischen Dienst Birkach und dem Allgemeinen Sozialdienst des Jugendamtes aus.
Im Hintergrund wirkte das Konzept der „Stadtteilbezogenen Sozialarbeit“. Arbeitsansatz war, die allgemeinen wie problematischen Strukturen einschließlich der Infrastruktur im Bereich des Stadtbezirkes wahr-zunehmen, Ressourcen herauszuarbeiten und durch eine Zusammenarbeit der sozialen Einrichtungen, deren Wirkungen zu verbessern. Der herkömmliche Arbeitsansatz von der sozialen Einzelfallhilfe wurde dahingehend erweitert, die hinter den Einzelschicksalen stehenden Problemstrukturen herauszuarbeiten und gemeinsam anzugehen.
In der ersten Phase, etwa 12 / 85 bis 2 / 87, erfolgte ein themenzentriertes Arbeiten mit der Möglichkeit, dass sich sukzessive die einzelnen Einrichtungen mit ihrem Arbeitsauftrag und ihren Möglichkeiten vorstellen konnten.
In der zweiten Phase, etwa ab 9 / 87, entwickelte sich daneben ein handlungsorientierter Ansatz. Es bildete sich eine Untergruppe zum Thema „Kinder und Jugendliche in Degerloch". Daraus entwickelte sich in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule für Sozialwesen Esslingen eine Feldstudie zur Situation der Degerlocher Kinder und Jugendlichen. Diese Feldstudie wurde im Oktober 1991 dem Bezirksbeirat Degerloch vorgestellt. Ein Novum war, dass Kinder u. Jugendliche an der Sitzung teilnahmen und bereits damals der Vorschlag für ein Kinder-und Jugendparlament eingebracht wurde.
In der dritten Phase, etwa ab 1990, wurden einerseits Themen in Bezug zum Stadtteil und andererseits Themen aus dem Stadtteil behandelt.
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