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Mobile Jugendarbeit in Degerloch auf dem Prüfstand

Die Frage an den OB...

"...warum nehmen Sie uns die Mobile Jugendarbeit", stellte Regina Dipper für die Stadtteilrunde in der jüngsten Bürgerversammlung.


Die Stadt Stuttgart plant, die Mobile Jugendarbeit von Degerloch ab kommendem Jahr abzuziehen und auf Stuttgarter Stadtbezirke zu verteilen, die es nötiger haben.

Der Vorschlag kommt von der Jugendhilfeplanung, und ist jetzt mehr durch Zufall durch eine Panne ans Licht gekommen. Dabei stand zunächst in einer allgemeinen Verwaltungsinformation, dass die Filderschule künftig 0,5 Schulsozialarbeter erhalten soll. In einer Fußnote des gleichen Papiers wurde aber auch angemerkt, die Mobile Jugendarbeit aus Degerloch abzuziehen. Begründung: durch das neue Kinder- und Jugendhaus sei Degerloch jetzt mit 4,5 Stellen mehr als ausreichend versorgt.

In der Bürgerversammlung am Montag in der alten Turn- und Festhalle kam Regina Dipper für die Stadtteilrunde Degerloch in der offiziellen Fragestunde gleich zur Sache: "Warum nehmen Sie uns die Mobile Jugendarbeit?", wollte die Ärztin vom OB wissen. Zuvor hatte Rita Handge, ehemalige Vorsitzende des Degerlocher Frauenkreises und vor zehn Jahren Auf-den-Weg-Bringerin der Mobilen Jugendarbeit, nochmals die Gründe für die Schaffung der Mobilen Jugendarbeit aufgeführt. Der OB schien in der Bürgerversammlung von den Argumenten allerdings wenig beeindruckt und verwies auf die allgemeine Situation mit dem neuen Kinder- und Jugendhaus und das man das Ganze mehr stadtbezogen sehen müsse.

Für die Stadtteilrunde wird es in der nächsten Sitzung jetzt am kommenden Mittwoch darum gehen, in welcher Form man gegen die geplante Verlagerung vorgehen wird. Ein Vertreter des Jugendamtes wollte zum gegenwärtigen Zeitpunkt weder in eine Sitzung der Stadtteilrunde noch des Bezirksbeirates kommen: "Wir reden nicht über ungelegte Eier." Indes bleibt aber der Eindruck bestehen, dass die Verlegung längst beschlossene Sache ist.

Stand 19.6.07

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